Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis

The concept of literacy

Articles from 2022 and earlier years can only be found in German or French.


Warning: Undefined array key "mem_description_short_de" in /home/clients/998dae4eb7b60f492d8a23404c22c96f/sites/leseforum.xweb.ch/wp-content/themes/picostrap5-child-base/db-custom/leseforum/public/lf-archive-bottom.php on line 51

Warning: Undefined array key "mem_description_long_de" in /home/clients/998dae4eb7b60f492d8a23404c22c96f/sites/leseforum.xweb.ch/wp-content/themes/picostrap5-child-base/db-custom/leseforum/public/lf-archive-bottom.php on line 55
  • Der Artikel stellt zunächst den Kontext der 1980er-Jahre dar, als der Begriff der Literalität im didaktischen Diskurs aufkam. Im Zusammenhang mit dem Aufkommen einer kommunikativen Didaktik des Lesens und Schreibens erscheint in angelsächsischen Forschungsarbeiten und namentlich in den Arbeiten von Jack Goody das kognitiv-kulturelle Paradigma der «literacy». Chiss thematisiert im Folgenden den Einbezug von Literalität in die Debatte über das Schulversagen,  die Neugewichtung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit, die Bedeutung des Memorierens und die Konzeption des schulischen Übens (z.B. beim Rezitieren). Danach wird am Beispiel der Grammatik die schriftliche Strukturierung des Wissens und der Fachdisziplinen  behandelt und zu einer  Diskussion der Dichotomien von Skripturalität vs. Textualität sowie Kodifizierung vs. Habitus weitergeführt. Schliesslich diskutiert der Autor anhand des  Begriffspaars  Kanonisierung vs. Individuierung eine anthropologische Sichtweise auf Literalität.

    (FR)
    Detail page of the article
  • In einem früheren Überblick (Philipp & Garbe, 2007) wurden fünf Achsen der geschlechtsspezifischen Differenz im Lesen benannt. Ihnen zufolge unterscheiden sich Jungen und Mädchen in Lesemotivation, -verhalten und -verstehen. In diesem Beitrag werden die Achsen der Differenz erneut betrachtet und mit neueren und angelsächsischen Befunden angereichert. Im Lichte breiter internationaler Befunde stellt sich die Frage nach den Unterschieden neu, insbesondere beim Leseverstehen, den Lektüremodalitäten und zum Teil den -präferenzen. Ebenfalls ist genauer zu differenzieren, in welcher Art von Lesemotivation Unterschiede der Geschlechter bestehen. Das Geschlecht erscheint insgesamt keineswegs als eine unproblematische Kategorie, sondern wirft sogar mehr Fragen auf, als es tatsächlich beantwortet.

    (DE)
    Detail page of the article
  • Kinder, aber auch Erwachsene, die eine «literale Kompetenz» aufbauen und erwerben, haben es mit ganz unterschiedlichen Erwerbsaufgaben zu tun. Sie lernen eine neue Kultur mit eigenständigen Interessen und Handlungsformen kennen; neben der eigenen Erfahrung werden Texte zu einer eigenständigen Wissens- und Erfahrungsquelle. Das Spektrum der eigenen Handlungsmöglichkeiten wird erweitert: persönlich Bedeutsames Festhalten, über Distanzen auch mit Fremden kommunizieren können und Themen schreibend vertiefen zu können, sind nur Beispiele dafür. Schließlich muss auch eine neue Sprache gelernt werden. Für viele ist die Schriftsprache immer noch die erste Fremdsprache, was mit neuen spezifisch literalen Spracherwartungen zusammenhängt, die in der mündlichen Spracherfahrung kaum eine Rolle gespielt haben. Der Beitrag stellt die Forschungsdiskussion zu diesen Fragen vor und plädiert für ein umfassendes Konzept literaler Kompetenz, dass über die Vereinfachungen in der aktuellen Bildungsdiskussion hinausreicht.

    (DE)
    Detail page of the article