Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis


Multimodality

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  • Die digitalen Technologien könnten zwar einen negativen Einfluss auf das schulische Lernen haben, insbesondere was die Konzentration, das vertiefende Lesen und das erinnernde Lernen anbelangt. Doch es gibt auch durchaus positive Effekte, zum Beispiel bezüglich Problemlösungsstrategien, Lesegeschwindigkeit und Leseverstehen. Unabhängig davon, wie man sich dazu stellt: Die digitalen Technologien und Dispositive haben in der Schule unwiderruflich Einzug gehalten. Wer in der Schule arbeitet, muss sich «für die Digitalisierung fit machen». In diesem Zusammenhang bezieht sich der vorliegende Beitrag auf die Resultate der letzten JAMES-Studie (« Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz»). Der zweite Teil des Beitrags ist ein Erfahrungsbericht aus einer Weiterbildung zu e-Books, die sich an Bibliothekarinnen und Bibliothekare der Sekundarstufe I des Kantons Genf richtete. Aufgezeigt werden das Profil der Teilnehmenden, die Struktur ihrer Ausbildung und konkrete Handlungsachsen. Im letzten Teil wird auf die wichtige Rolle der Schulbibliothekarinnen und -bibliothekare im Zusammenhang mit digitaler Literalität und der begleitenden Förderung von Schülerinnen und Schülern hingewiesen.

    (FR)
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  • myMoment und youType sind Schreibplattformen, auf denen Kinder und Jugendliche eigene Texte veröffentlichen und solche von anderen kommentieren, bewerten oder an denen sie weiterschreiben können. Während myMoment für Kinder der Primarstufen 1 bis 5 konzipiert ist, richtet sich youType an Jugendliche ab der 5. Klasse bis Ende Sekundarstufe I. In diesem Artikel erfahren die Leser und Leserinnen mehr über den Aufbau der beiden Schreibplattformen und ihren Bezug zur Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen. In einem weiteren Schritt werden zu beiden Plattformen die multimodalen Bezüge erläutert. Abschliessend erhalten die Leser und Leserinnen einen Einblick in den myMoment-Schul- und Schreiballtag einer fünften Klasse anhand eines konkreten Unterrichtsbeispiels.

    (DE)
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  • Im Beitrag wird begründet, warum – im Anschluss an die heutige Lese- und Medienumgebung der Schülerinnen und Schüler und die didaktischen Voraussetzungen der Primarstufe – auch in den Sekundarstufen multimodales Verstehen didaktisch fokussiert werden sollte. Anhand der Darstellung verschiedener Reflexionsformen und Aufgabenformate im Rahmen der Hochschullehre kann des Weiteren ersichtlich werden, welche Chancen in der Beschäftigung mit multimodalen Texten und deren Rezeption durch Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen für die fachdidaktische Professionalisierung von Lehrkräften liegen. Exemplarische Einblicke in die Rezeption rekonstruierenden, konzeptionierenden und reflektierenden Lernprozesse von Studierenden verdeutlichen, dass bisherige Verarbeitungs- und Aufgabenformate im Deutschunterricht als Sprach- und/oder Leseförderinstrument zu einseitig sind, da das Verstehen von multimodalen Texten vom traditionell textbasierten Lesen (graduell) differenziert werden muss.

    (DE)
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  • Design Research bzw. fachdidaktische Entwicklungsforschung ist ein Forschungsformat von zunehmender internationaler und nationaler Bedeutung, das zwei früher oft als konkurrierend wahrgenommene Ziele systematisch miteinander verschränkt:

    • das Verstehen und Analysieren von Lehr-Lernprozessen mit dem Ziel der Theoriebildung und
    • die konstruktive Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements mit dem Ziel der Unterrichtsentwicklung.

    Das Forschungsformat füllt damit ein Desiderat in der deutschdidaktischen Forschung, deren Bemühungen bisher primär auf die Entwicklung von Theorien für die Praxis, anstatt auf Theorien der Praxis gerichtet waren. Folglich wissen wir zwar inzwischen einiges darüber, wie Unterricht am besten umgesetzt werden sollte, während es an Erkenntnissen, wie Unterricht eigentlich funktioniert, fehlt (Pflugmacher 2014: 184f.). Im Artikel wird ein Modell Fachdidaktischer Entwicklungsforschung mit besonderen Fokus auf die Spezifizierung und Strukturierung von Lerngegenständen und auf qualitative Lernprozessanalysen vorgestellt. Anhand eines derzeit laufenden Projekts zum Metaphernverstehen wird aufgezeigt, wie sich das in anderen Fachdidaktiken gut etablierte Forschungsformat auch in der Deutschdidaktik im Rahmen der Forschung zum literarischen Lernen nutzen lässt. 

    (DE)
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