Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis


Literacy between teaching methodology and educational monitoring

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  • In diesem Beitrag wird Stellung bezogen zu den Verbindungen zwischen der von den Lehrpersonen durchgeführten Beurteilungen der literalen Kompetenz von Schülerinnen und Schülern (interne Evaluation) und den Evaluationen durch externe Prüfungen mit Steuerungscharakter wie die kantonalen Prüfungen, die HarmoS-Prüfungen (gesamtschweizerisch) und die PISA-Studien (international). Insbesondere werden Fragen nach dem Einfluss der externen Evaluationen auf die Unterrichtspraxis und -beurteilung zur Literalität durch die Lehrpersonen und umgekehrt der Einfluss der Unterrichtspraxis auf die externen Evaluationen bei den beiden Evaluationstypen diskutiert. Die Erziehungswissenschaftlerin Murielle Roth und die Wissenschaftsjournalistin Anne Bourgoz Froidevaux haben diesen Fragekomplex vier Bildungsfachpersonen vorgelegt, die sich in unterschiedlicher Form mit der Beurteilung von Lernen befassen – einer Bildungsforscherin, einem Erziehungswissenschaftler und Didaktiker, einer Lehrperson und einem Schulinspektor aus der französischen Schweiz, – die eine oder mehrere Fragen alle auf ihre eigene Art und aufgrund ihres eigenen Standpunkts beantworten. Der Artikel schliesst mit einer Zusammenfassung, die versucht, Trends bei der Bewertung von Literalität aufzuzeigen.

     

    (FR)
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  • Diese Studie weist auf die Praktiken des Leseunterrichts hin, die die Leistungsunterschiede in den verschiedenen Bildungssystemen aufzeigen sollen. Die Vergleiche basieren auf den von den Lehrenden gemeldeten Leselehrpraktiken von acht Bildungssystemen, die sowohl in Bezug auf die gelehrte Sprache (Französisch, Englisch, Deutsch) als auch in Bezug auf die Durchschnittsleistung im Test PIRLS 2011 verglichen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass es mitunter grosse Unterschiede gibt bei der Häufigkeit, mit der gewisse Aspekte des Leseunterrichts und speziell des Leseverstehens zur Anwendung kommen. Die Praktiken zeugen von unterschiedlichen, oft weit auseinanderliegenden Vorstellungen eines sachgerechten Leseunterrichts.

    (FR)
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  • Vorgestellt wird ein Verfahren, das seit dem Schuljahr 2015/16 in Baden-Württemberg bei der Diagnose und Förderung des Leseverständnisses in 5. Klassen der weiterführenden Schulen zum Einsatz kommt. Dieses Verfahren, Lernstand 5 genannt, versorgt die Lehrenden zu Beginn des 5. Schuljahres mit Informationen darüber, wo jeder einzelne Lernende in seiner Leseentwicklung steht und wie sich die Lesekompetenzen der Schülerinnen und Schüler insgesamt in der Klasse verteilen. Warum diese Informationen die Voraussetzung für einen kompetenzorientierten Unterricht sind, wird ausführlich begründet. Es wird gezeigt, wie im Lernstand 5 die Diagnostik, die den ersten Teil der Konzeption umfasst, mit einem didaktisch und methodisch aufgebauten Fördermaterial, das Sach- und literarische Texte umfasst, verknüpft ist, sodass kompetenzorientierter Leseförderunterricht möglich ist. Darüber hinaus wird vorgestellt, welche erprobten Vorschläge für Lehrende zur Umsetzung der Förderung in einem differenzierten Klassenunterricht gemacht werden. Zentraler Ausgangspunkt für die Gestaltung der Medien und Aufgabenstellungen für unterschiedliche Lernstufen ist ein Lernstandsstufenmodell, das sich an den Bildungsstandards der Primarstufe im Lesen der Kultusministerkonferenz orientiert. Ausführlich werden die didaktischen Überlegungen im Dreieck von Textmerkmalen, Lesermerkmalen und Normen und die sich daraus ergebenen Aufgaben und Textvorlagen der Fördermaterialien für verschiedene Kompetenz- bzw. Lernstufenstufen erläutert. Zum Schluss werden erste Rückmeldungen der Lehrerinnen und Lehrer zu dem Verfahren zitiert. Ein Ausblick zeigt auf, dass die Klärung der Wirksamkeit des Verfahrens noch eine Aufgabe für die Zukunft ist.

    (DE)
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